Aufgaben der BAM

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) wird sowohl im EVPG als auch in der EnVKV als die "Beauftragte Stelle" genannt. Daraus ergeben sich folgende Aufgaben:

Vorbereitung von Durchführungsmaßnahmen

Die BAM entsendet einen Vertreter in das Konsultationsforum zur ErP-Richtlinie und zur Labelrichtlinie. Dieses Gremium sammelt Meinungen der Mitgliedsstaaten sowie betroffener Verbände, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen. In den meisten Fällen wird dort ein Arbeitspapier zur Vorbereitung einer neuen Durchführungsmaßnahme diskutiert. Zur deutschen Delegation gehört außerdem ein Vertreter des Umweltbundesamtes (UBA). Zur Vorbereitung einer deutschen Position werden vor einem Konsultationsforum Vertreter der Interessengruppen auf nationaler Ebene („Beraterkreis“) zu einem fachlichen Austausch eingeladen. Zu den geplanten Durchführungsmaßnahmen sind auch schriftliche Stellungnahmen möglich. Die aktuelle Stellungnahme der deutschen Delegation wird auf dieser Internetseite veröffentlicht, sobald sie an die EU-Kommission übermittelt wurde.

Informationsangebot für die Öffentlichkeit

Die BAM informiert die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand der ErP-Richtlinie, der Labelrichtlinie, des EVPG und des EnVKG. Sobald Durchführungsmaßnahmen rechtskräftig sind, werden auch Informationen zur Konformitätsbewertung veröffentlicht. Ziel ist es, den Herstellern und Importeuren zu ermöglichen, die Regelungen des EVPG und des EnVKG für ihre Produkte einzuhalten. Besondere Unterstützung gebührt hierbei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie den Kleinstunternehmen.

Unterstützung der Marktüberwachung

Nur Regelungen, die überwacht werden, können wirksam sein. Die BAM koordiniert den Informationsaustausch zwischen den Marktüberwachungsbehörden der Bundesländer und zwischen Deutschland und den anderen Mitgliedsstaaten der EU. Besonders wichtig sind rechtzeitige Informationen an alle zuständigen Behörden der EU: Falls ein Produkt eine Durchführungsmaßnahme nicht erfüllt, darf es in der gesamten EU nicht in Verkehr gebracht werden.

Die BAM unterstützt die Länderbehörden bei der Erarbeitung ihres Überwachungskonzeptes und bei der Überprüfung der Effektivität der Marktüberwachung. Auch hier gibt es einen Austausch mit den Behörden der anderen Mitgliedsstaaten.

NAPE-Projekt Unterstützung der Marktüberwachung

Im Projekt „Unterstützung der Marktüberwachung“ lässt die BAM im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) Labortests bei energieeffizienten Produkten durchführen. Die Tests werden an Produkten durchgeführt, welche im Rahmen der europäischen Richtlinien zum Ökodesign ( 2009/125/EG ) und zur Energieverbrauchskennzeichnung ( 2010/30/EU ) geregelt sind und ein Energielabel tragen. Dabei kommen die Prüfmethoden für energieverbrauchsrelevante Produkte nun selber auf den Prüfstand. Dies soll zum einen die Marktüberwachung unterstützen, zum anderen mehr Transparenz schaffen und das Vertrauen der Verbraucher in die Produktangaben zum Energieverbrauch oder zur Energieeffizienz stärken. Konkret werden Prüfmethoden am Beispiel von vier Produktgruppen unter die Lupe genommen. So sollen Schwachstellen aufgedeckt und Prüfmethoden ergänzt, vereinfacht oder weiterentwickelt werden. Hierzu koordiniert die BAM unter anderem Ringversuche bei externen Prüfinstituten.

Die Ergebnisse fließen auf nationaler und auch auf europäischer Ebene in die jeweiligen Gremien der Marktüberwachung und Normung ein. Mit dem Projekt wird eine Maßnahme des "Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz" (NAPE) der Bundesregierung umgesetzt.

Fachlicher Austausch

Infos zu den Aufgaben des fachlichen Austausches, Termine und Themen

Info-Veranstaltungen

Bisher durchgeführte Info-Veranstaltungen