14.09.2020

QI-FoKuS Grafik

Der kürzlich gestartete „Corona-Monitor“ im Rahmen der Initiative QI-FoKuS zielt darauf, die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Geschäftsbetrieb von Konformitätsbewertungsstellen und die Konformitätsbewertung allgemein in Deutschland zu erfassen und zu analysieren.

Quelle: BAM

Coronavirus structure

Coronavirus structure

Quelle: xia yuan/Moment/Getty Images

Die Corona-Pandemie betrifft auch die Konformitätsbewertung in Deutschland. Prüflabore, Inspektions-, Zertifizierungs- und andere Konformitätsbewertungsstellen werden in einer deutschlandweiten Umfrage im Rahmen von QI-FoKuS zu den wirtschaftlichen Folgen und den Auswirkungen auf ihre Arbeitsfähigkeit befragt. Die Erhebung ermöglicht ein aktuelles Stimmungsbild und kann gezielt Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft informieren. Die erste Befragung fand im Juni 2020 statt.

Ergebnisse aus dem QI-FoKus Corona-Monitor
Flyer zum QI-FoKuS Corona-Monitor

Cover Forschungsbericht

Quelle: BAM

Ende 2019 wurden in einer ersten Online-Erhebung Unternehmen verschiedener Branchen und Größenklassen in Deutschland zur Nutzung von Managementsystemen und ihren Wirkungen befragt. Diese umfasste weit verbreitete genormte Managementsysteme wie ISO 9001 und ISO 14001 genauso wie bisher wenig untersuchte Systeme wie die ISO 50001 oder ISO/IEC 27001. Es konnten 180 Fragebögen für die vorliegende Studie ausgewertet werden.

Download der Studie zu Managementsystemen
Flyer zur QI-FoKuS Initiative

QI-FoKuS: Forschung für Konformitätsbewertung und Sicherheit

Quelle: BAM

QI-FoKuS - Forschung für Konformitätsbewertung und Sicherheit - strebt auf Basis einer wiederkehrenden Befragung von Unternehmen und Konformitätsbewertungsstellen in Deutschland die Schaffung einer besseren Datengrundlage für die Forschung an.
Die Initiative startete Ende September 2019.

Die Entwicklung und wirtschaftliche Bedeutung von Konformitätsbewertungen in Deutschland sind nicht zuletzt aufgrund unzureichender empirischer Daten bislang noch wenig erforscht. Diese Lücke will QI-FoKuS mit Hilfe einer Online-Befragung deutscher Unternehmen bzw. Konformitätsbewertungsstellen perspektivisch schließen.

QI-FoKuS wurde von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM),
Referat Akkreditierung und Konformitätsbewertung,
und der Technischen Universität Berlin (TU Berlin),
Fachgebiet für Innovationsökonomie unter Prof. Dr. Knut Blind initiiert.

Das Projekt wird aus Mitteln der BAM finanziert.

QI-FoKuS wird unterstützt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Qualitätsinfrastruktur (QI)

Als Qualitätsinfrastruktur (QI) wird das System aus regulatorischen Rahmenbedingungen, Institutionen, Prozessen und Instrumenten verstanden, welches die Erreichung Sicherheits-, Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutz-politischer Ziele sicherstellt. Es bedient sich dabei verschiedener Elemente, die unterschiedliche Funktionen in diesem System übernehmen. Die innerhalb der QI-FoKuS Initiative durchgeführten Befragungen sollen die Elemente Konformitätsbewertung und Akkreditierung in den Vordergrund stellen.

Grafik zur nationalen Qualitätsinfrastruktur

Grafik zur nationalen Qualitätsinfrastruktur

Quelle: BAM / TU Berlin

Konformitätsbewertungen weisen nach, ob bestimmte Anforderungen an Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Systeme oder Personen erfüllt sind. Sie umfassen Prüfungen, Inspektionen bzw. Zertifizierungen. Auch Akkreditierungen von Konformitätsbewertungsstellen zählen per Definition dazu. Durch Konformitätsbewertungen kann auch bestätigt werden, dass bestimmte rechtliche Vorgaben an Sicherheit, Gesundheits- oder Umweltschutz eingehalten werden. Für den Handel haben Konformitätsbewertungen eine positive Wirkung.

Datenbasis schaffen, Trends erkennen

QI-FoKuS soll das Zusammenwirken von Elementen der Qualitätsinfrastruktur verständlicher machen.

Mit QI-FoKuS soll es gelingen:

  • eine Datenbasis für neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu Einflussfaktoren und Effekten in der Konformitätsbewertung und Akkreditierung zu schaffen,
  • Wirkungsmechanismen zu identifizieren,
  • notwendige Veränderungen in Folge von technischen und ökonomischen Entwicklungen frühzeitig zu erkennen,
  • aktuelle Trends in Konformitätsbewertung und Akkreditierung und daraus resultierenden Regelsetzungsbedarf zu identifizieren, und
  • politische Entscheidungsträger, die Wirtschaft und die Öffentlichkeit durch datenbasierte Argumentationen zu Konformitätsbewertung und Akkreditierung fachgerecht zu informieren.

Befragung und Analyse

Die erste Unternehmensbefragung im Rahmen der QI-FoKuS Initiative mit dem Schwerpunkt Zertifizierung von Managementsystemen startete Ende September 2019. Die konzeptionelle Entwicklung der Befragung, die Datenerhebung sowie die Datenauswertung und -aufbereitung erfolgt durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Technische Universität Berlin, Fachgebiet Innovationsökonomie, unter Professor Dr. Knut Blind, der das Deutsche Normungspanel (DNP) initiiert hat.

Sämtliche Angaben werden absolut vertraulich behandelt und im Rahmen statistischer Auswertungen ausschließlich anonymisiert weiterverwendet.

Nach Abschluss der Befragung werden die Ergebnisse zunächst exklusiv den Teilnehmern der Umfrage zur Verfügung gestellt. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse wird anschließend öffentlich zugänglich gemacht. Die Daten sollen in geeigneter Form für Forschungs- und Beratungszwecke zur Verfügung stehen.

Entscheidungshilfen bieten

Die Ergebnisse unserer Analysen können nicht nur als Entscheidungshilfen für die Akteure in der Politik dienen, sondern sind auch für die Unternehmen, Konformitätsbewertungsstellen und die Deutsche Akkreditierungsstelle eine wichtige Unterstützung, um aktuelle und zukünftige Herausforderungen besser einschätzen und darauf reagieren zu können.

Ein Netzwerk aus Qualitätsinfrastruktur-Institutionen und Industrieverbänden unterstützt unsere Initiative.

TU-Logo und BMWi-Logo

QI-FoKuS ist eine Zusammenarbeit der BAM mit der TU Berlin. Die Initiative wird unterstützt durch das BMWi.

Quelle: Logos von TU und BMWi