01.01.2017

Projektlaufzeit

01.01.2014 - 01.01.2016

Projektart

Interdisziplinäres Projekt

Projektstatus

Geschlossen

Kurzbeschreibung

2010 und 2016 wurde der Nachlass Heinrich Campendonks dem Museum Penzberg – Sammlung Campendonk mit mehreren Hinterglasbildern übergeben. Ein Team aus Kunsthistorikern, Restauratoren und Naturwissenschaftlern konnte 37 Hinterglasbilder Heinrich Campendonks erstmalig im Sinne einer technischen Kunstgeschichte erforschen. Zudem wurde bei 18 Hinterglasbildern eine Konservierung / Restaurierung vorgenommen.

Ort

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
Unter den Eichen 87
12205 Berlin

Heinrich Campendonk in seinem Düsseldorfer Atelier, 1929-1931

Heinrich Campendonk in seinem Düsseldorfer Atelier, 1929-1931

Quelle: Carsten Gliese

Gegenstand

2010 und 2016 wurde der Nachlass Heinrich Campendonks dem Museum Penzberg – Sammlung Campendonk mit mehreren Hinterglasbildern übergeben, so dass die Sammlung nun 17 dieser Werke umschloss. Aus der musealen Aufgabe der Bewahrung entwickelte sich ein interdisziplinär ausgelegtes Forschungs- und Restaurierungsprojekt über die Hinterglasmalerei Campendonks. Hinterglasbilder betrifft eine grundsätzliche konservatorische Problematik, die aus der geringen Haftung der Malschicht auf dem Bildträger Glas erwächst. Zwar lagen langjährige Erfahrungswerte zur Erhaltung historischer Hinterglaswerke vor, jedoch stellte sich bei Bildern ab etwa 1900 durch die damals rasche Entwicklung der Farbchemie sowie die Kombination diverser Bindemittel die Frage nach den im Einzelfall verwendeten Materialien.

Resultat

Ein Team aus Kunsthistorikern, Restauratoren und Naturwissenschaftlern konnte 37 Hinterglasbilder Heinrich Campendonks erstmalig im Sinne einer technischen Kunstgeschichte erforschen. Zudem wurde bei 18 Hinterglasbildern eine Konservierung / Restaurierung vorgenommen, was zur Erhaltung von Campendonks Werk erheblich beigetragen hat. Alle interdisziplinär gesammelten Erkenntnisse wurden in ein spezielles Werkverzeichnis eingearbeitet, welches das erste Verzeichnis zur Hinterglasmalerei eines Malers des „Blauen Reiters“ darstellt.

Partner

Museum Penzberg – Sammlung Campendonk
Restauratorin für Hinterglasmalerei, Simone Bretz, Garmisch-Partenkirchen
Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM)
Doerner-Institut, München

Literatur

Heinrich Campendonk. Die Hinterglasbilder. Werkverzeichnis, G. Geiger und S. Bretz (Hrsg.), Wienand-Verlag, Köln (2017).